Das Vermessungsbüro für Grundstücke

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Bevor ein Haus gebaut werden kann, muss das Grundstück erst sorgfältig vermessen werden. Manchmal ist es auch ein Nachbar, der eine Vermessung des Grundstückes und seine Grenzen verlangt. Alles Wichtige, was es über die Vermessung zu wissen gibt, wird in diesem Artikel verraten. Wann wird ein Grundstück überhaupt vermessen? Besonders relevant ist eine Grundstücksvermessung, wenn es um den Kauf eines Grundstückes geht oder um den Hausbau. Im Regelfall liegen die amtlichen Messdaten dem Katasteramt schon vor. Bei Grundstücken, die bereits erfasst sind, ist eine erneute Vermessung eher einer Ausnahme. Beispielsweise, wenn die Grenzzeichen schlecht zu erkennen sind oder ganz fehlen. Sollten die Messdaten schon zu alt sein, wird ebenfalls eine Vermessung fällig. Bricht ein Nachbar einen Streit wegen Grundstücksgrenzen vom Zaun, kann eine Vermessung ebenfalls notwendig werden.

Wer sein Grundstück teilen möchte, ist grundsätzlich verpflichtet, es vermessen zu lassen, da sich die Grundstücksgrenzen verändern. Legt man hingegen zwei Grundstücke zusammen, ist im Regelfall keine Vermessung erforderlich. Für solche Vermessungen beauftragt man am besten immer ein Vermessungsbüro für Grundstücke.

Kann man bauen, ohne Vermessung?
In der Regel geht das nicht. Jedoch ist das abhängig je nach Land und Region. Bei einem Neubau ist die Vermessung durch ein Vermessungsbüro für Grundstücke eventuell Pflicht. Dies gilt zudem auch, wenn Gebäude schon stehen, aber deren Grundrisse verändert werden sollen. Bei einem geplanten Bauobjekt sind drei Vermessungen vorgeschrieben.

Wer einen Neubau plant, stellt einen Bauantrag beim Bauamt. Unter anderem gehören zu den erforderlichen Unterlagen ein amtlicher Lageplan. In diesem Lageplan sind alle Angaben zum jeweiligen Grundstück enthalten, wie Grenzverlauf und Abstandsflächen. Ein Vermessungsingenieur von einem Vermessungsbüro für Grundstücke wird herangezogen, welcher selbst die Vermessung des Grundstückes vornimmt. Er wird die im Lageplan angegeben Gasleistungen, Stromleitungen und Wasserleitungen berücksichtigen. Ebenso die Ausrichtungen, die Abstandsflächen und die Bebauung in der Nachbarschaft.

Baukontrollmessung nach 14 Tage und die Gebäudeeinmessung nach Baufertigstellung
Nach spätestens 14 Tage wird der Bauingenieur nochmals auf der Baustelle erscheinen und die Baukontrollmessung vornehmen. Er wird die Absteckungen des Grundrisses überprüfen, damit kann er bestätigen, dass die Maße beim Bau, die im Bauantrag angegeben sind, auch eingehalten wurden. Wenn das Haus steht, wird der Vermessungsingenieur zum dritten und letzten Mal auf die Baustelle kommen. Nur wenn das Gebäude nun nochmals vermessen wurde, kann es auch eingetragen werden. Die genauen Angaben der Lage des Gebäudes und der Einmessung kann man ausschließlich in der amtlichen Flurkarte einsehen.

Was kostet die Vermessung?
Je nach Land und Region variieren die Kosten. Wie teuer am Ende die Vermessung wird, hängt nicht nur vom jeweiligen Land ab, sondern auch von der Art der Vermessung, der Größe der Baufläche, der auszustellenden Dokumente und des Bodenrichtwertes.

Weitere Informationen zum Thema Vermessungsbüro für Grundstücke finden Sie auf Webseiten wie z. B. vom Vermessungsbüro Seitz.


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